Vergesst nicht die Riesinnen, auf deren Schultern wir stehen!

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Beinahe wäre mir ob der Einstiegsfrage das Handy entglitten. Ich holte einmal kurz Luft und sah dann nach, ob ich vielleicht kurzfristig zur funktionellen Analphabetin mutiert wäre. Anscheinend nicht, denn der Satz stand noch immer da: „Warum musste erst ein Mann kommen, um ein Buch über heimische Künstlerinnen zu machen?“ Das fragte Michael Wurmitzer, stellvertretender Kulturressortleiter der österreichischen Tageszeitung „Der Standard“, den ehemaligen Kunsthallen-Chef Gerald Matt. Dieser hat 2025 im Czernin-Verlag einen Interviewband mit dem Titel „Belladonna. Österreichs Künstlerinnen 1960 bis 1980“ herausgegeben.

Was die Absicht der Fragestellung des „Standard“ war, erschließt sich mir nicht. Sie insinuiert aber, dass die Frauen es mal wieder nicht zustande gebracht haben. Warum auch immer (wobei, ist ja allgemein bekannt, dass wir einander das Hackel ins Kreuz hauen, wo wir nur können). Was für ein Glück, dass ein Mann kam und die Angelegenheit in seine starken Hände nahm.

Ein bisschen Gratis-Nachhilfe

Da dem Kollegen offenbar nicht bekannt ist, wie viele Publikationen von Frauen über österreichische Künstlerinnen schon vor 2025 existierten, gibt nun artemisia.blog unentgeltliche Nachhilfe, und zwar in Form einer – bestimmt unvollständigen* – chronologischen Auflistung entsprechender Bücher.

1930 erschien „Zwei Jahrhunderte Kunst der Frau in Österreich: Jubiläumsausstellung der Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs“.

1933 publizierte die Wiener Frauenkunst, Wiens damals progressivste Künstlerinnenvereinigung, den Ausstellungskatalog „Die schöne Wand“, ausschließlich mit Werken heimischer Künstlerinnen.

1988 brachte Heidemarie Seblatnig den Sammelband „Einfach den Gefahren ins Auge sehen – Künstlerinnen im Gespräch“ heraus.

1991 schrieb Anja Hasenlechner das Buch „Vorbilder & Nachbilder. Positionen österreichischer Künstlerinnen zu neuen Medien“.

1994 erschien der absolute Klassiker über Künstlerinnen der Moderne in Österreich, verfasst von Sabine Plakolm-Forsthuber: „Künstlerinnen in Österreich 1897 – 1938 Malerei – Plastik – Architektur“. Das längst vergriffene Buch ist bis heute ein Grundlagenwerk, in dem eine enorme Forschungsleistung steckt.

1999 gab Ingried Brugger den Katalog zur Ausstellung „Jahrhundert der Frauen“ heraus. Die Beiträge darin verfassten neben ihr selbst Sophie Geretsegger, Bärbel Holaus, Marianne Hörmann, Elena Makarova, Sabine Plakolm-Forsthuber, Monika Platzer, Stella Rollig, Petra Schröck und Andrea Winklbauer.

1999 brachte Elke Doppler „Künstlerinnen in Österreich aus der Sammlung des Historischen Museums der Stadt Wien“ heraus; der Titel erschien damals anlässlich einer Ausstellung in der Hermesvilla.

2003 schrieb die Künstlerin Christa Hauer mit ihrer Ausstellung „Künstlerinnen – Positionen 1945 bis heute Mimosen – Rosen – Herbstzeitlosen“ in der Kunsthalle Krems Geschichte. Die Beiträge im Katalog verfassten unter anderem die Co-Kuratorinnen Silvie Aigner, Brigitte Borchhardt-Birbaumer und Elisabeth Voggeneder.

Künstlerinnen Mimosen

2016 erschien anlässlich der Ausstellung „Die bessere Hälfte. Jüdische Künstlerinnen bis 1938“ im Jüdischen Museum Wien ein gleichnamiges Standardwerk, herausgegeben von Sabine Fellner und Andrea Winklbauer.

2019 kuratierte dieselbe Sabine Fellner die Sensationsschau „Stadt der Frauen Künstlerinnen in Wien 1900 – 1938“ im Belvedere, ebenfalls begleitet von einem grundlegenden Katalog.

2021 gestaltete Brigitte Borchhardt-Birbaumer mit Christian Bauer die so spannende Ausstellung „Aufbrüche. Künstlerinnen des Art Club“ in der Landesgalerie Niederösterreich. Auch dazu erschien ein Buch.

Ebenso 2022 zur Schau „Auftritt der Frauen Künstlerinnen in Linz 1851-1950“, in dem Texte von Andrea Bina, Sabine Fellner, Gabriella Hauch, Michaela Nagl und Lisa Schmidt erschienen.

Und zuletzt brachten Ute Liepold und Christiane Wetzlinger-Grundnig ihre Publikation zur sehr sehenswerten Ausstellung „Subjekt. Frau. Objekt“, die noch bis 15. Februar im Museum Moderner Kunst Kärnten läuft, heraus.

Unermüdliche Pionierinnenarbeit

Das sind nur jene Bände, die sich ausschließlich um mehrere österreichische Künstlerinnen drehen, darunter auch historische Positionen. Darüber hinaus erschien eine unüberschaubare Menge an Sammelbänden zu österreichischen und internationalen Künstlerinnen. Etwa die Bücher der Sammlung Verbund, die Gabriele Schor in unermüdlicher und intensiver Arbeit herausbrachte und die beispielsweise Linda Christanell, Brigitte Lang, Karin Mack, Margot Pilz, Renate Bertlmann und Birgit Jürgenssen neue (auch internationale) Präsenz verschafften. Über letztere beide publizierte sie umfassende Monografien, in die jahrelange Forschungstätigkeit floss. Die Künstlerinnen Carola Dertnig und Stefanie Seibold publizierten den so wichtigen Band anlässlich ihrer Ausstellung „Let’s Twist again. Was man nicht denken kann, das soll man tanzen“ über die Performanceszene in Wien, in dem zwar auch Männer vorkommen, allerdings Performerinnen einen weitaus größeren Raum einnehmen.

Schon 1985 gaben Silvia Eiblmayr, VALIE EXPORT und Monika Prischl-Maier einen bis heute relevanten Katalog zur revolutionären Ausstellung „Kunst mit Eigen-Sinn. Aktuelle Kunst von Frauen“ (die im November das Belvedere thematisiert) heraus. Diese war international angelegt, ebenso wie die – von Matt im Interview erwähnte – Schau „Magna. Kunst und Feminismus“, die VALIE EXPORT schon 1975 kuratierte und zu der eine Broschüre erschien.

Verlag verschweigt Autor:innen

Gut, dass der „Standard“ einem Buch über Künstlerinnen einen so großen Beitrag widmet. Dass dieser jedoch derart missglückt beginnt, ist traurig. Gerald Matt hätte den Interviewer auf den – bestimmt ungewollten – sexistischen Subtext seiner Frage hinweisen können. Oder einfach darüber aufklären, wie viele Frauen vor ihm bereits Bücher über österreichische Künstlerinnen herausgebracht haben. Die gigantische Leistung von Kuratorinnen, Autorinnen und Wissenschaftlerinnen wird jedoch glatt ignoriert. Diese Ignoranz setzt sich übrigens fort in der Verlagsinfo. Dort bleiben die Ko-Autor:innen unerwähnt (Matt nennt sie im Interview großteils), unter ihnen drei Frauen: Synne Genzmer, Maria Holter und Gerda Ridler, die neben Berthold Ecker und Hartwig Knack die Interviews geführt haben. Sie scheinen somit auch nicht in den Bibliothekskatalogen auf.

Auf den Schultern von Riesinnen

Versteht mich nicht falsch: Ich freue mich über jeden einzelnen Mann, der etwas für Künstlerinnen tut. Und das Verdienst, dieses Buch herausgebracht zu haben, ist anzuerkennen. Aber man könnte die Frage auch anders stellen: „Warum kann 2025 ein Mann kommen, um ein Buch über heimische Künstlerinnen zu machen?“ Die Antwort wäre: Weil so viele Frauen vor ihm Pionierinnenarbeit geleistet haben. Weil so viele Frauen vor ihm das Interesse für die Leistung von Künstlerinnen befeuert haben. Weil es unmöglich wäre, eine solche Publikation ohne die von vielen Frauen geschaffene Öffentlichkeit herauszubringen.

Der Herausgeber dieses Buches steht auf den Schultern von Riesinnen.

*Wenn ihr Zeit und Lust habt, fügt in den Kommentaren gern Publikationen hinzu, die in dieser Liste fehlen.

23 comments

  1. Liebe Nina,

    vielen Dank für den tollen Beitrag – er ist absolut richtig und wichtig! Besonders schön ist auch zu sehen, wie aus dem gemeinsamen Ärger eine so beeindruckende Liste an Publikationen und Ausstellungen entstanden ist.

    Erwähnenswert fände ich außerdem die Grazer Ausstellung „Künstlerinnen in und aus der Steiermark 1850–1950“. Sie präsentierte eine erstaunlich große Anzahl an Werken und zeigte, dass Wien nicht das einzige Kunstzentrum dieser Zeit war. Zudem hatten Künstlerinnen in der Steiermark oft leichter Zugang zu Ausstellungsmöglichkeiten. Begleitend zur Ausstellung wurde auch ein umfangreicher Katalog herausgegeben.

    Liebe Grüße
    Dora

    1. Liebe Dora, vielen Dank für die Nachricht. Die Ausstellung war mir zu meiner Schande nicht bekannt. Was wieder einmal beweist, dass ich (wie viele andere) die Bundesländer außerhalb von Wiens zu wenig am Radar habe. Und dass dort oft Erstaunliches geschieht. Werde mir bei Gelegenheit den Katalog ansehen, danke für den Hinweis! Herzlichst, Nina

  2. Vielen Dank Nina. Wir werden der großartigen Meina Schellander am fjk3 ab 18.9 eine Personale widmen. Was die Welt zusammenhält (so der derzeitige Titel;)) sind starke Frauen wie dich, die permanent für ihre immer noch unterrepräsentierte Sichtbarkeit eintreten und solch peinliche Interviews nicht unkommentiert lassen. Danke (inzwischen sind die Kommentare auf der Standard Seite richtig amüsant.) herzlich, Fiona (Liewehr)

  3. Danke, Nina, für deinen Blogbeitrag, wie wahr!
    Auch mir erging es ähnlich wie den schon vor mir Kommentierenden.
    Großartig, dass du die Riesinnen (auch schöne Anspielung auf deine wunderbare Ausstellung) alle aufzählst!

    Liebe Grüße
    Natalie (Lettner)

    1. Danke für deinen Kommentar und das Lob für die Ausstellung! Deine Biografie über Maria Lassnig war eine Landmark – und auch, dass Künstlerinnen in deinem Buch über die österreichische Kunst prominenter vorkommen als in anderen vergleichbaren Überblickswerken, die sie zumeist weitgehend ignorierten.

  4. Liebe Nicole: Well done. Dachte mir das gleiche!
    Wenn ich anmerken darf: ich habe im Zuge meiner Arbeit für Museen und als Kuratorin verstärkt Werke von österreichischen wie internationalen Künstlerinnen beauftragt, gesammelt und ausgestellt, sowie Bücher wie White Cube Black Box (mit VALIE EXPORT Filmwerkverzeichnis) oder Re-Play (Anfänge Videokunst) und zahlreiche Monografien von Künstlerinnen wie Isa Genzken, über Simone Forti, Carolee Schneemann, Ana Mendieta bis Marisa Merz uvam verfasst. Die Frage nach der Sinnhaftigkeit von Women-only Projekten haben wir in einer Konferenz in Salzburg (mit Connie Butler, Silvia Eiblmayr, EXPORT, u.a.) diskutiert. Schultern über Schultern 🙂

    1. Liebe Sabine, danke für die Nachricht. Deine Ausstellungen in Salzburg waren wirklich wichtig und wegweisend, auch international. Es war toll, dass Künstlerinnen so sehr am Programm standen im MdM. Die Konferenz war bestimmt interessant, Publikation gab es aber keine, oder doch? Dann könnte ich nachlesen….
      P.S.: Übrigens, Nicole ist die Kollegin (und liebe Freundin) vom Falter. Wir werden aber seit 20 Jahren ständig verwechselt.

      1. Hallo Nina,
        jetzt weiss ich nicht, ob ich dazu schon geantwortet habe, es scheint hier jedenfalls nciht auf. Ich muss mich (wiederholt) für die Namensverwechslung sehr entschuldigen. Keine Ahnung, warum mir das immer wieder passiert. Jedenfalls Nina: die Konferenz wurde aufgezeichnet, aber leider legen die späteren Leiter des MdMS wenig Wert auf Dokumentation der Geschichte des Museums. Kurz nach meinem Abgang wurde eine neue Webseite aufgesetzt (obwohl wir kurz vorher eine neue lanciert hatten) bei der nun alle früheren Ausstellungen und Veranstaltungen gelöscht wurden. Noch dazu ganze Websites, die wir zu Ausstellungen erstellt hatten. Das hat mich übrigens dazu gebracht, selbst eine Website zu machen. Na. ja, so gehts FrauMuseumsleiterin….
        Ganz liebe Grüße
        Sabine

      2. Das ist sehr schade, dass diese wichtigen Informationen nicht mehr zugänglich sind…besonders die Konferenz (aber natürlich auch die Ausstellungen) sind schließlich von großem öffentlichen Interesse. Liebe Grüße, Nina
        P.S.: Kein Problem wegen des Namens – ich schätze Nicole sehr, und mir passieren auch so Sachen. Nur als ich mich einmal einem Künstler vorstellte und er auf die gegenübersitzende Nicole deutete und sagte: „Aber SIE ist doch die Nina Schedlmayer!“ fand ich es ziemlich schräg. Aber dafür lieferte er ein super Beispiel für den Höhepunkt des Mainsplaining: einer Frau erklären, das sie nicht sie selbst ist.

  5. Da wäre auch noch der wunderbare von Ihnen empfohlene Film
    VERWEGEN. MUTIG. RADIKAL.
    Künstlerinnen der Feministischen Avantgarde von Susanne Riegler 2025
    Und die Bücher:
    Feministische Avantgarde hrsg. Gabriele Schor und andere von Gabriele Schor.
    oder gibt es da Kritik, weil der Verlag und die Verbund wohl männlich geführt sind?
    Den „ neuen“ Redakteur und seine Geisteshaltung kennt man seit der Kampagne gegen Lena Schilling, mich wundert es daher nicht. Liebe Grüße und herzlichen Dank für den Blog

    1. Der Film ist unbedingt erwähnenswert, übrigens auch die großartigen Arbeiten von Christiana Perschon, zum Beispiel ihr Film „Sie ist der andere Blick“: https://artemisia.blog/2018/11/12/uralt-und-sichtbar/
      Ich glaube, mit dem „neuen“ Redakteur meinen Sie den Standard-Chefredakteur – ich denke aber nicht, dass er sich groß mit jedem Artikel im Kulturressort befasst. Die kritische Haltung zu der Berichterstattung über Lena Schilling teile ich aber.

  6. Toller Artikel und danke für die Zusammenfassung der Titel!
    Viele Grüße
    Ingrid Pfeiffer
    Schirn Kunsthalle Frankfurt

    1. Liebe Ingrid Pfeiffer, vielen Dank für die Rückmeldung, die mich besonders freut. Du bist ja eine der Riesinnen, die so viel tolle Arbeit in Bezug auf die Leistung von Künstlerinnen geleistet hat. Die Fantastischen Frauen sind noch in guter Erinnerung, andere wichtige Ausstellungen in Frankfurt habe ich leider verpasst.

  7. Ich habe bei Peter Gorsen Anfang der 80er Jahre meine Diplomarbeit geschrieben über feministischen Aktionismus am Beispiel von Valie Export. Eine Grundlage meiner Recherche war das Buch „Frauen in der Kunst“ herausgegeben von Peter Gorsen, Gislind Nabowski und Helke Sanders. Peter Gorsen war ein Feminist, der die Benachteiligung der Frauen in der Kunst sehr klar erkannt hat. Er hat sich als einer der wenigen Männer sehr überzeugend für die Sichtbarmachung der Frauen in der Kunst eingesetzt.

  8. Danke Danke Nina für diesen Beitrag und danke für die Nachhilfe! Der Titel „Belladonna“ finde ich nach wie vor in mehreren Hinsichten eine appropriation. Da hilft die Semantik der Botanik auch nicht weiter, wenn der Herausgeber ein Mann aus einem gewissen sozialen Raum ist.

    1. Ja, offenbar ist Nachhilfe nötig. Mit dem Titel habe ich mich in diesem Beitrag gar nicht befasst, aber ich finde ihn auch etwas schräg. Wobei ein Titel natürlich auch catchy sein muss und Teil des Marketings ist.

  9. elde steeg, Elfriede Stegemeyer
    „die frauen machen die brötchen“
    Innsbruck ,2023, Publikation der Tiroler Landesmuseen

  10. DANKE für diesen Blogeintrag – genauso ist es mir ergangen, als ich den ersten Satz des Inteviews gelesen habe. Allerdings war ich gleich so wahnsinnig verärgert, dass ich das Weiterlesen des Interviews erstmal auf Eis gelegt habe. Ich bin immer wieder verwundert darüber wie resistent so mancher Mann gegenüber der Geschichte von Frauen ist – und das dann auch noch lauthals von sich gibt. Noch ärgerlicher wenn so ein Blödsinn dann auch noch über eine Tageszeitung verbreitet wird.

      1. Liebe Nina,

        Danke Dir vielmals für Deine treffenden Kommentare! Das Interview strotzt schlicht vor Ignoranz und Unwissenheit. Es belegt einmal mehr, welche Narrative die dominanten sind und wer vermeintlich Geschichte schreibt.

        An der Stelle möchte ich auf „Die Kunst der Frau“ von 1910 hinweisen. Die erste nachweisliche Publikation und Ausstellung, die eine Kunstgeschichtsschreibung über Künstlerinnen vorgelegt hat, und das seit der Renaissance. Es war die Antrittsausstellung der Vereinigung Bildender Künstlerinnen Österreichs, verantwortet und kuratiert von der Gründerinnen, Olga Brand Krieghammer, Luise Fränkel-Hahn, Ilse Twardowski-Conrad u.a. Die Secession wurde zu diesem Zweck angemietet, aber auch heute wird die Ausstellung ihr zugerechnet. Die Umstände der Ausstellung und ihre Rezeption hat die Kunsthistorikerin July M. Johnson in ihrem wegweisenden Buch „The Memory Factory: The Forgotten Women Artists of Vienna 1900“ (2012) präzise recherchiert und die bisherige Zuschreibung widerlegt.

        Die VBKÖ besteht auch 115 Jahren nach ihrer 1. Ausstellung noch und setzt sich aktiv und tatkräftig für die Belange von Künstler*innen ein. https://www.vbkoe.org/ueber-uns/

        Die Kunst der Frau kann in der Online-Bibliothek des Belvedere abgerufen werden: https://digitale-bibliothek.belvedere.at/viewer/image/1426590509551/1/#topDocAnchor

      2. Liebe Georgia, vielen Dank für deinen wichtigen Hinweis. Die Publikation fehlt in meiner Liste nur deswegen, weil die Ausstellung international war – gerade das war aber natürlich die Sensation und eine Wahnsinnsleistung der VBKÖ-Künstlerinnen. Werke von Malerinnen wie Kauffmann, Bonheur, Anguissola, Vigée-Lebrun in Wien zu versammeln: was für eine kuratorische Meisterinnenleistung, die wohl nur mit viel kollektiver Energie zu bewältigen war. Danke auch für den Link zum Belvedere, das ist toll, dass man den Katalog abrufen kann. Liebe Grüße, Nina

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